Bewegungsarmut

„Körperliche und geistige Übungen sollen der gegenseitigen Erholung dienen“. (Rousseau)
Es besteht ein sehr enger Zusammenhang zwischen Gewicht, Körpertraining und Herz- und Gefäßrisiko. Die Gefahr für das Herz und die Gefäße im Sinne zunehmender Verkalkung wächst sprunghaft, wenn zum Übergewicht der Risikofaktor „Bewegungsarmut“ oder Bewegungsmangel hinzukommt. Verständlich ist, dass das eine das andere bedingen kann; denn wer sehr dick ist, hält auch nicht viel von Bewegung. Die Frage ist nur, welche Übungen für den Erhalt oder für die Wiedergewinnung der Gesundheit am besten sind.

Das Ziel von Bewegung oder von körperlichem Training besteht ja darin, einerseits möglichst viel Fett anzubauen und anderseits den Blutkreislauf optimal in Gang zu halten. Für uns lautet die Empfehlung: 3 bis 4 Übungen jeweils 15 bis 20 Minuten lang in der Woche. Dazu gehören alle Sport- und Bewegungsarten, die außerhalb der Extremgrenzen liegen: Joggen, Fahrradfahren, Spazierengehen, Seilspringen, Skifahren, Langlauf, Schwimmen – aber auch körperliche Übungen des Alltags wie Treppensteigen, Heckenschneiden, Rasenmähen, Laubfegen u.v.m. Es gibt die verschiedensten Wege, seine Herz- und Kreislauffunktion in Gang zu halten und seine überflüssigen Fettmassen abzubauen. Schon nach 10 Minuten Laufen sind 100 bis 150 Kalorien verbraucht. Das gleiche, wenn man 12 bis 15 Minuten am Tag Treppen steigt.
Wer den Risikofaktor „Bewegungsmangel“ ausschalten will, wird die Frage nach der Grenze der Übungen stellen müssen. Die Grenzen der körperlichen Anstrengung werden durch die Pulsfrequenz (maximale Herzrate = MHR) bestimmt. Diese Grenze errechnet sich aus der Formel

220 Schläge pro Minute minus Alter und davon ca. 70 bis 85%.

Spätestens nach 5 Minuten sollte die Frequenz wieder auf Normwerte von 70 – 80 Schläge/Min. gefallen sein. Steigt bei diesem Patienten die Pulsrate jedoch bei normalem Training auf 160/Min. an, dann sind die Grenzen seiner Herzleistungsfähigkeit längst überschritten. In einem solchen Fall ist der Arztbesuch angezeigt; vor allem dann, wenn sich diese Werte wiederholen sollten.

Bei dieser Umstellung von Bewegungsarmut auf regelmäßige körperliche Übungen werden als Reaktion auf die kalorienabbauenden Prozesse im Körper zell- und gewebeschädigende „freie Sauerstoffradikale“ freigesetzt. Das ist mit einer der Gründe, warum Experten (Janson, Whitacker, Cooper …) die zusätzliche Einnahmen von so genannten Antioxidantien empfehlen, welche die freien Radikale unschädlich machen. Die wichtigsten Antioxidantien sind das Pro-Vitamien A, also das Beta-Carotin, das in täglichen Dosen von 50.000 bis 100.000 IE empfohlen wird und das Vitamien E (aus natürlichen Tocopherolgemischen) in Tagesdosen von 1.000 IE.

Diese Maßnahmen dienen auch der Verbesserung der Lebensqualität. Nach meinen Beobachtungen wird die Lebensqualität viel zu wenig berücksichtigt. Wir kennen zwar den wissenschaftlichen und formalstatistischen Zusammenhang zwischen Lebensqualität und Lebenserwartung noch nicht genau. Für mich steht ein solcher Zusammenhang aber außer Frage. Das lässt sich schon daran erkennen, dass depressive Menschen eine wesentlich kürzere Lebenserwartung haben als solche ohne depressive Phasen und Verstimmungen. Der Lebensqualität sollte auch bei der medikamentösen Behandlung mit chemisch-synthetischen Mitteln viel größere Beachtung geschenkt werden als dies bisher geschehen ist. Hier erwartet die Pharma-Industrie noch eine gewaltige Aufgabe, der sie bisher nicht gerecht geworden ist.

Sich zu bewegen oder abzunehmen oder den zu hohen Blutdruck zu senken ist nur eine Seite. Die andere Seite ist die des Wohlbefindens, wenn das Beseitigen der Risikofaktoren keine Freude macht, kann auch die Lebensqualität nicht voll zur Entfaltung kommen. Immer mehr Ärzte schenken dieser Tatsache heut mehr und mehr Bedeutung, in dem sie Vitalstoffe mit empfehlen, die zugleich das Wohlbefinden der Menschen verbessern.
Dr. med. Reinhard J. Pelzer Facharzt für Innere Medizin- Rheumatologie für “Der Berater- Health & Wealth Solutions”.

About HJM Finanz- und Versicherungsmakler
Hans-Jürgen Müller - beruflicher Werdegang: Steuerfachgehilfe, Bilanzbuchhalter (IHK), Ausbildungslehrgang zum Steuerberater, Unternehmensberater, Fachberater der Finanzdienstleistungen (IHK). Seit 1988 tätig als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler. Erlaubnis nach § 34c Abs.1 GewO Stadt Kerpen (Immobilien, Darlehensvermittlung, Finanzierung) Erlaubnis nach § 34d Abs.1 GewO IHK-Köln (Versicherungsmakler) Erlaubnis nach § 34f Abs.1 GewO IHK-Köln (Finanzanlagenvermittler)

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